Mastering · FL Studio
Laut, aber sauber.
Warum ist dein Track leiser als die Profis? Hier lernst du jedes Mastering-Plugin in FL Studio kennen – mit Bildern, Vergleichen und Demos zum Anfassen. Ohne Vorwissen.
Warum ist mein Track leise?
Im Computer gibt es eine Decke bei 0 dB. Die Kick stößt mit ihren Spitzen zuerst dagegen, der Rest des Tracks bleibt weit darunter. Mastering macht die Spitzen kleiner. Dann kann alles andere näher an die Decke rücken – und der Track klingt lauter.
Genauer
Dein Ohr hört den Durchschnitt, nicht die Spitzen. Zwei Tracks, die beide bis genau 0 dB gehen, können deshalb sehr unterschiedlich laut wirken.
Bei Hardtekk hat die Kick die höchsten Spitzen. Solange sie an die Decke stößt, kann der Rest nicht lauter werden. Mastering schneidet und drückt diese Spitzen weg (Clipper und Limiter), damit der Durchschnitt steigen kann.
Gemessen wird die gefühlte Lautheit in LUFS (siehe Messen). Profi-Hardtekk liegt etwa bei −7 bis −4 LUFS.
Echtes Beispiel: Der Track „Kraftakt“ lag ungemastert bei −13 LUFS und ging trotzdem schon über die Decke (+0,6 dBTP). Ein Referenz-Track lag bei −4,6 LUFS. Nach EQ, Clipper und Limiter: −6,9 LUFS.
Der Schalter in der Demo schickt den Takt mit +6 dB in eine Mischung aus Clipper und Limiter, Decke bei −0,3 dB.
Headroom
Lass im Mix Platz nach oben. Die lautesten Spitzen auf dem Master liegen bei etwa −6 bis −3 dBFS, der Master-Fader bleibt auf 0. Wie ein Koffer, den du nicht bis zum Rand vollstopfst: Sonst passt beim Mastering nichts mehr hinein.
3–6 dB
Links ist der Koffer leer, rechts ist die Decke bei 0 dB. Der freie Rest ist der Platz, den Clipper und Limiter später brauchen.
Genauer
Warum −6 bis −3? Clipper und Limiter brauchen Platz zum Arbeiten. Geht der Mix schon bis 0 dB oder darüber, ist der Koffer voll, bevor das Mastering anfängt.
Master-Fader auf 0. Im FL-Mixer sitzt der Fader hinter den Effekt-Slots. Ist der Mix zu laut, zieh die einzelnen Spuren leiser – nicht den Master-Fader.
Leiser klingt schwächer – das ist eine Täuschung. Bei leiser Wiedergabe hört das Ohr Bass und Höhen schwächer (Fletcher-Munson-Kurven). Willst du lauter hören, dreh die Boxen oder den Kopfhörer lauter, nicht den Master.
Headroom kostet nichts: FL rechnet intern mit so viel Genauigkeit, dass ein paar dB unter 0 keine Qualität verlieren.
Der Werkzeugkasten
Fürs Mastering gibt es fünf Werkzeuge. Für den Anfang reichen zwei: Limiter und Messgerät. Merk dir die Bilder: Der Clipper ist eine Schere, der Limiter eine schnelle Hand am Lautstärkeregler, der Kompressor eine langsame Hand.
EQ
Macht einzelne Bereiche – Bass, Mitten, Höhen – lauter oder leiser. Im Master nur zum Korrigieren.Zum EQ →Kompressor
Macht laute Stellen sanft etwas leiser. Klebt den Mix zusammen. Im Hardtekk-Master optional.Zum Kompressor →Clipper
Schneidet die Spitzen einfach ab. Bringt bei Hardtekk die meiste Lautheit.Zum Clipper →Limiter
Fängt jede Spitze vor der Decke ab. Das letzte Plugin, das am Klang etwas ändert.Zum Limiter →Messgerät
Zeigt, wie laut der Track wirklich ist (LUFS) und ob er über die Decke geht.Zum Messen →Genauer
EQ, Kompressor, Clipper und Limiter liegen FL Studio als Fruity-Plugins bei. Den Youlean Loudness Meter gibt es kostenlos beim Hersteller Youlean; du installierst ihn einmal als Plugin.
Andere Plugins funktionieren genauso. Die Regler heißen vielleicht anders, das Prinzip bleibt gleich.
Die Reihenfolge ist wichtig. Welches Plugin wohin gehört, steht bei Die Kette.
EQ
Ein EQ ist eine Reihe von Klangreglern für einzelne Bereiche: Bass, Mitten, Höhen. Im Master nur korrigieren, in kleinen Schritten. Häufigster Fall bei Hardtekk: etwas Matsch bei 200–500 Hz herausnehmen.
Die Regler
- Punkte
- Jeder nummerierte Punkt im Bild ist ein Band. Hoch und runter ziehen = lauter und leiser, links und rechts = anderer Bereich.
- FREQ
- Welcher Bereich: links tief (Bass), rechts hoch (Höhen).
- GAIN
- Wie viel lauter oder leiser. Im Master selten mehr als ±2 dB.
- BW
- Bandbreite: wie breit der Bereich ist. Schmal für eine Problemstelle, breit für eine sanfte Klangfarbe.
- Typ
- Form des Bands: Glocke (Peaking), Shelf oder Low/High Cut. Für Korrekturen meist die Glocke.
- Analyzer
- Das Spektrum im Hintergrund zeigt, wo viel Energie liegt. Gut zum Suchen – entscheiden tun deine Ohren.
Genauer
Im Master wirkt jeder Regler auf alles gleichzeitig. +2 dB bei 90 Hz machen nicht nur die Kick lauter, sondern auch den Bass und alles andere in diesem Bereich.
Matsch frisst Lautheit. Zu viel bei 200–500 Hz füllt den Koffer, ohne laut zu klingen. Ein kleiner Dip von 1–2 dB macht oft Platz für Kick und Crunch.
Beispiel „Kraftakt“: +2,5 dB bei 90 Hz, −2 dB bei 300 Hz, −1 dB bei 550 Hz. Der Knopf in der Demo stellt die ersten beiden ein.
Ein großes Problem in einer einzelnen Spur (zum Beispiel ein dröhnender Bass)? Dann lös es in dieser Spur, nicht im Master.
Kompressor
Stell dir eine Hand am Lautstärkeregler vor, die laute Stellen etwas leiser macht – mit kleiner Verzögerung. Das klebt den Mix zusammen („Glue“). Im Hardtekk-Master ist er optional und arbeitet höchstens 1–2 dB. Ist die Hand zu schnell, frisst sie den Schlag der Kick.
Die Regler
- THRES
- Threshold: ab welcher Lautstärke die Hand zugreift. Tiefer = sie greift öfter zu.
- RATIO
- Wie fest sie drückt. 2:1 heißt: Was 2 dB über den Threshold geht, kommt nur 1 dB darüber heraus. Im Master 1,5:1 bis 2:1.
- ATT
- Attack: wie schnell sie zugreift. Unter etwa 3 ms packt sie den Schlag der Kick. Im Master eher 10–30 ms.
- REL
- Release: wie schnell sie wieder loslässt. Zu lang, und der Track pumpt. Etwa 50–150 ms, nach Gehör.
- KNEE
- Wie weich die Hand einsetzt. Weich klingt unauffälliger.
- GAIN
- Holt die Lautstärke zurück, die der Kompressor weggenommen hat.
Im Fruity Limiter oben auf COMP umschalten. Im Fruity Compressor heißen die Regler Threshold, Ratio, Attack, Release und Gain.
Genauer
Die Kennlinie (links) zeigt: Unter dem Threshold geht alles unverändert durch, darüber wird die Linie flacher. Der rote Punkt ist der Moment, an dem gerade die Zeitlinie rechts steht.
Gain Reduction (GR) ist, wie viel leiser die Hand gerade macht. Fast jeder Kompressor zeigt sie an.
Probier es aus: Zieh ATT ganz nach links (0,1 ms). Der Wert bei „Schlag“ wird größer: Die Hand drückt jetzt den Schlag selbst herunter, die Kick verliert ihren Punch. Bei 20–30 ms rutscht der Schlag fast ungebremst durch, erst danach greift die Hand.
Warum optional? Hardtekk ist schon sehr dicht. Die Lautheit holen Clipper und Limiter. Ein Kompressor im Master ist eher Klebstoff als Lautmacher. Hörst du bei 1 dB GR keinen Unterschied, lass ihn weg.
Clipper
Ein Clipper ist eine Schere: Was über die Decke ragt, schneidet er ab. Die Spitzen der Kick sind sehr kurz, darum hört man das kaum. Danach hat der Track viel mehr Platz bis zur Decke. Bei Hardtekk bringt der Clipper die meiste Lautheit.
Die Regler
- Threshold
- Ab wo die Schere anfängt, die Spitzen weich rund zu biegen. Tiefer = mehr wird gebogen.
- Post Gain
- Pegel nach dem Clipper. Holt zurück, was durch das Schneiden leiser wurde.
- Faustregel
- Threshold ein paar dB runter, Post Gain um gleich viel hoch. Das wirkt ungefähr so, als würdest du entsprechend mehr hineinschicken – wie der Drive-Regler in der Demo.
- Wie viel?
- Pro Clipper etwa 2–3 dB. Danach immer ein Limiter.
Genauer
Weich oder hart? Ein Soft Clipper biegt die Spitzen rund, ein Hard Clipper schneidet sie gerade ab. Weich klingt wärmer, hart bleibt knackiger, kratzt aber bei viel Drive schneller. Der Fruity Soft Clipper ist – wie der Name sagt – weich.
Zwei Stellen: Zuerst ein Clipper auf der Kick-Spur, denn die Kick hat die höchsten Spitzen. Dann einer auf dem Master, vor dem Limiter.
Clippen ist Verzerrung. Bei kurzen Spitzen hört man sie kaum, bei langen Tönen wie Bass oder Leads schon. Darum zuerst die Kick clippen.
Beispiel „Kraftakt“: Der Master-Clipper brachte fast die ganze Lautheit: von −12,4 auf −7,1 LUFS. Er lief dort mit +6 dB – das ging, ist aber doppelt so viel wie die Faustregel. Genau hinhören, ob die Kick noch knackt.
Manche Clipper bieten Oversampling. Das hält feine Verzerrungen in den Höhen sauberer. Hat dein Clipper es, schalte es ein.
Limiter
Der Limiter ist eine blitzschnelle Hand am Lautstärkeregler. Will eine Spitze über die Decke, macht sie den Track sofort kurz leiser. So kannst du alles lauter drehen, ohne dass etwas über 0 dB geht. Er ist das letzte Plugin, das am Klang etwas ändert.
Die Regler
- GAIN
- Wie viel lauter du den Track hineinschickst. Langsam hochdrehen, in 1-dB-Schritten.
- CEIL
- Ceiling, die Decke. Auf −0,3 dB stellen, für MP3 und Streaming auf −1 dB.
- REL
- Release: wie schnell die Hand wieder loslässt. Zu lang, und die Flächen pumpen. Zu kurz, und es kann kratzen. Nach Gehör einstellen.
- ATT, SAT
- Attack und Sättigung. Für den Anfang nicht anfassen.
- Anzeige
- Die Gain Reduction zeigt, wie viel der Limiter gerade wegnimmt. Dauerhaft mehr als 3–4 dB ist zu viel.
Genauer
Unterschied zum Clipper: Die Schere schneidet nur die Spitze ab, der Rest bleibt gleich laut. Die Hand des Limiters macht für einen Moment alles leiser – auch Bass und Flächen. Zu viel davon hört man als Pumpen.
Probier es aus: GAIN auf 12 dB und REL ganz nach rechts. Die Gain Reduction erholt sich zwischen den Kicks nicht mehr, die Flächen werden ständig mit heruntergedrückt.
Warum −0,3 und nicht 0? Zwischen den einzelnen Samples kann das echte Signal etwas höher liegen als die Samples selbst (True Peak). Die Decke im Limiter ist darum nur die halbe Wahrheit – prüf immer im Messgerät nach.
Beispiel „Kraftakt“: Der Limiter (+6 dB) hob vor allem die Breaks an. Die leisen Teile wurden lauter, der Drop kaum. Dadurch wurde der Unterschied zwischen Break und Drop kleiner – mehr dazu bei den Fehlern.
Messen
Deine Ohren gewöhnen sich an Lautstärke, ein Messgerät nicht. Der kostenlose Youlean Loudness Meter zeigt, wie laut der Track wirklich ist (LUFS) und ob er über die Decke geht (True Peak). Er kommt in den allerletzten Slot des Masters.
Die Anzeigen
- Integrated
- Lautheit des ganzen Tracks, vom Start bis jetzt gemittelt. Das ist die Zahl für dein Ziel: −7 bis −4 LUFS.
- Short-term
- Lautheit der letzten 3 Sekunden. Zeigt, wie laut Drop oder Break gerade sind.
- Momentary
- Die letzten 0,4 Sekunden. Zappelt viel, zum Ablesen wenig hilfreich.
- True Peak
- Die echte höchste Spitze, auch zwischen den Samples. Unter −0,3 dBTP (MP3 und Streaming: −1).
- LRA
- Loudness Range: wie weit leise und laute Teile auseinanderliegen. Gemasterter Hardtekk liegt oft bei etwa 4–6 LU.
- Reset
- Vor jeder Messung zurücksetzen, dann den ganzen Track abspielen.
Genauer
LUFS ist wie dB, nur ans Ohr angepasst: Ganz tiefer Bass zählt etwas weniger, Präsenz und Höhen etwas mehr. −6 LUFS ist lauter als −9 LUFS.
Die Demo zeigt Beispielwerte nach dem Vorbild von „Kraftakt“: ungemastert −13 LUFS mit True Peak +0,6 dBTP, gemastert −6,9 LUFS. Achte auch auf die LRA: Gemastert liegen Breaks und Drops näher beieinander.
Spotify, YouTube und Co. drehen laute Tracks ungefähr auf −14 LUFS herunter. Für Clubs, DJ-Sets und Downloads zählt aber die echte Lautheit – darum wird Hardtekk lauter gemastert.
Messen ersetzt nicht das Hören. Klingt der Track kaputt, sind −5 LUFS kein Erfolg.
Die Kette
Die Reihenfolge zählt. Erst Platz schaffen, dann Schritt für Schritt lauter: Kick clippen, Master clippen, zum Schluss der Limiter. Dahinter wird nur noch gemessen. Gestrichelte Stationen sind optional.
+2–3 dB
+2–3 dB
+2–3 dB
Jede Stufe trägt einen kleinen Teil. Keine Stufe macht mehr als etwa 3 dB.
Genauer
Gain-Budget heißt: Wie viel lauter willst du insgesamt werden – und wer übernimmt welchen Teil? Jede Stufe klingt sauber, solange sie wenig arbeitet. Erst wenn eine zu viel macht, hört man sie: Kratzen beim Clipper, Pumpen beim Limiter.
Im FL-Mixer: Der Kick-Clipper kommt in einen Effekt-Slot der Kick-Spur. Alles andere kommt in die Slots des Masters, in dieser Reihenfolge von oben nach unten. FL arbeitet die Slots von oben nach unten ab.
Beispiel „Kraftakt“: Dort liefen Clipper und Limiter mit je +6 dB. Das funktionierte, ist aber pro Stufe doppelt so viel wie die Faustregel. Für den Anfang lieber verteilen.
Klick auf eine Station, um zu ihrem Plugin zu springen.
Rezept mit 2 Plugins
Du brauchst nur den Fruity Limiter und den Youlean Loudness Meter. Damit kommst du schon sauber auf Club-Lautstärke. Clipper und EQ kommen dazu, wenn das sicher sitzt.
Headroom prüfen
FL-Mixer · Master-SpurSpiel den lautesten Teil, meist den Drop. Die Spitzen auf dem Master sollen bei etwa −6 bis −3 dB liegen. Zu laut? Zieh die Spuren leiser, nicht den Master.
Limiter einsetzen
Fruity Limiter · Master-SlotLade den Fruity Limiter in einen Slot der Master-Spur (in vielen FL-Vorlagen sitzt er schon dort). Stell CEIL auf −0,3 dB. GAIN bleibt erst einmal auf 0.
Messgerät dahinter
Youlean · Slot unter dem LimiterLade Youlean in den Slot direkt unter dem Limiter und drück auf Reset.
GAIN langsam hochdrehen
Fruity Limiter → GAINIn 1-dB-Schritten. Nach jedem Schritt den Track abspielen, Youlean vorher zurücksetzen. Ziel für den Anfang: etwa −7 LUFS Integrated über den ganzen Track.
Hinhören
OhrenPumpt es? Wird die Kick dumpf oder klein? Dann GAIN 1–2 dB zurück. Leiser und sauber schlägt laut und kaputt.
Fair vergleichen
Limiter an/ausLauter klingt immer erst einmal besser. Vergleiche gemastert und ungemastert bei gleicher Lautstärke: Limiter aus, Boxen lauter drehen, bis beide gleich laut wirken. Erst dann entscheiden.
Exportieren und nachmessen
File → Export → WAV24-bit WAV, ohne Normalisierung. Die fertige Datei noch einmal im Youlean messen.
Genauer: die nächste Stufe
Sitzt das Rezept, kommt der Master-Clipper dazu: Fruity Soft Clipper in den Slot über dem Limiter, Threshold ein paar dB runter, Post Gain gleich weit hoch. Dann braucht der Limiter weniger GAIN.
Danach der Kick-Clipper auf der Kick-Spur. Zum Schluss, wenn nötig, ein kleiner EQ-Dip im Matsch.
Bei jeder neuen Stufe gilt: GAIN am Limiter um gleich viel zurücknehmen, sodass du wieder bei etwa −7 LUFS landest – und dann vergleichen, was besser klingt.
Zielwerte
Richtwerte, keine Gesetze. Klingt dein Track bei −7 LUFS besser als bei −5, nimm −7.
| Wert | Ziel | Warum |
|---|---|---|
| Integrated | −6 bis −4 LUFS | Lautheit wie Profi-Hardtekk. −7 LUFS klingt oft offener. |
| True Peak (WAV) | ≤ −0,3 dBTP | Kein Übersteuern beim Abspielen. |
| True Peak (MP3/Streaming) | ≤ −1 dBTP | Beim Umwandeln in MP3 oder AAC entstehen neue Spitzen. |
| Mix-Headroom | −6 bis −3 dBFS | Platz für Clipper und Limiter. |
| LRA | etwa 4–6 LU | Dicht, aber Breaks bleiben leiser als Drops. |
| Bass unter 120 Hz | mono | Klingt auf Clubanlagen und Mono-Boxen gleich gut. |
| Export | 24-bit WAV | Volle Qualität. Normalisierung aus, damit der Pegel bleibt, wie du ihn gemastert hast. |
Genauer
Die Werte sind Erfahrungswerte aus aktuellem Hardtekk. Ein Referenz-Track („ONE“) lag zum Beispiel bei −4,6 LUFS und einer LRA von 4,4 LU.
Die −1 dBTP für MP3 und Streaming empfehlen auch die großen Streaming-Dienste.
Bass mono machst du im Mix, nicht im Master: Kick und Bass mono lassen, Stereo-Effekte nur auf Sounds darüber.
Bietet dein Export-Fenster oder Sample-Editor eine Normalisierung an: aus lassen. Sie würde deine Decke von −0,3 dB wieder auf 0 dB schieben.
Typische Fehler
Fast alle Mastering-Probleme kommen von zu viel auf einmal – oder von einem Problem im Mix, das das Mastering retten soll.
Alles über den Limiter
Limiter mit +10 dB GAIN: Der Track pumpt, die Kick wird dumpf. Besser auf Kick-Clipper, Master-Clipper und Limiter verteilen.Matsch in den Tiefmitten
Zu viel bei 200–500 Hz füllt den Koffer, ohne laut zu klingen. Der Limiter arbeitet dann gegen den Matsch statt für die Kick. Im Mix aufräumen.Normalisieren beim Export
Normalisieren schiebt die höchste Spitze auf 0 dB – über deine Decke von −0,3 dB. Aus lassen.Breaks werden zu laut
Der Limiter hebt vor allem die leisen Teile an. Liegen Break und Drop fast gleich laut, knallt der Drop nicht mehr. LRA im Blick behalten.Die Lücke der Kick verschwindet
Die kurze Luft zwischen den Druck-Phasen der Kick wird von zu viel Kompression oder zu langem Release zugeschmiert. Weniger GAIN, kürzeres REL.Lauter mit besser verwechseln
Der lautere Vergleich gewinnt immer. Gemastert und ungemastert bei gleicher Lautstärke vergleichen.Genauer
Breaks: Bei „Kraftakt“ hob der Limiter vor allem die Breaks an, der Drop wurde kaum lauter. Drop 3 wurde sehr dicht: nur 3,1 dB zwischen Spitze und Durchschnitt (Crest-Faktor).
Die Lücke: Bei normalem Mastering blieb die Lücke der Kick in „Kraftakt“ etwa 30 dB tief – das ist gut. Bei tonalen Kicks („Piepkick“) ist sie oft absichtlich nur etwa 8 dB tief. Wie die Lücke entsteht, steht bei den Kicks.
Ein Mix-Problem erkennst du daran, dass du im Master immer mehr korrigieren willst. Dann zurück in den Mix.
Checkliste
Hak ab, was erledigt ist. Ist alles abgehakt, ist dein Master fertig.
Genauer
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Für den nächsten Track einfach alle Häkchen wieder entfernen.